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Geochelone sulcata - Spornschildkröte

 

Diese wunderbaren Tiere haben uns schon lange faszieniert, doch erst seit kurzem haben wir die Möglichkeit diese auch Artgerecht zu halten. Auf Grund der zu erwartenden Größe sowie Gewicht der Tiere sollte dieser Wunsch gut überlegt sein. Man braucht einen Raum den man gut auf min. 28°C heizen kann, am besten mit direktem Zugang zum Garten, bei welchem man keinen besonderen Wert auf einen ordentlichen Rasen legen sollte. Die Spornschildkröten graben sich in ihrem natürlichen Habitat Hölen um Schutz vor der Hitze oder anderen Tieren zu suchen. Ob sie dieses Verhalten auch in menschlicher Obhut zeigen, soll wohl hauptsächlich von der Bodenbeschaffenheit im eigenen Garten anhängig sein. Bisher habe  ich erst 2 mal gehört das die Tiere wirklich richtige Gänge gegraben haben. Die gesunde und abwechslungsreiche Ernährung der Tiere sowie auch die Entsorgung dessen was hinten wieder raus kommt, sollte auch nicht unterschätz werden. Sollte man jetzt aber immer noch der Meinung sein, das einem dies alles nicht stört sondern man sich immer noch auf die Haltung dieser besonderen Tiere freut, so wird man lange seine Freunde an diesen wunderbaren Tieren haben.

Kurze Zusammenfassung:

 

Allgemein:

Die Spornschildkröte (Centrochelys sulcata) gehört innerhalb der Familie der Landschildkröten (Testudinidae) zur monotypischen Gattung Centrochelys, nach anderer wissenschaftlicher Auffassung zur Gattung Geochelone. Sie ist nach der Galápagos-Riesenschildkröte (Chelonoidis nigra) und den Seychellen-Riesenschildkröten der Gattung (Dipsochelys) die drittgrößte Landschildkröte und erreicht eine Rückenpanzerlänge von ungefähr 80 cm, sowie ein Gewicht von 80 kg und mehr. Sie besiedelt ein trocknes Verbreitungsgebiet mit spärlicher Vegetation im nördlichen Zentralafrika, das sich wie ein schmales Band über 8000 km vom Atlantik bis zum Roten Meer zieht. Bislang sind keine Unterarten beschrieben.

 

Beschreibung:

 

Der abgeflachte Rückenpanzer Carapax verfügt über gebogene Randschilde mit gesägtem Hinterrand. Die Wachstumsringe sind stark ausgeprägt und bleiben auch im Alter sichtbar. Markantes Merkmal für diese Art sind nach oben gebogene, gegabelte Kehlschilde (Gulare), die über den Rand des Rückenpanzers hinausragen. Die Panzerfärbung reicht von braun, oliv über gelborange bis cremefarben. Auch der Bauchpanzer weist deutlich erkennbareWachstumsringe auf. Sehr alte Tiere sind hell, manchmal fast weiß. Die einzelnen Schilde sind an den Rändern deutlich dunkel abgesetzt. Die Haut ist beige und geht stellenweise ins Gelbliche. Namensgebend ist der bei beiden Geschlechtern vorhandene, auffällige Sporn an den Oberschenkeln der Hinterbeine.

Für wildlebende Spornschildkröten wird eine maximale Rückenpanzerlänge von 83 cm angegeben, verbunden mit einem Gewicht von bis zu 105 kg. Tiere in Gefangenschaftshaltung werden möglicherweise noch größer und schwerer. Verlässliche Angaben liegen jedoch nicht vor.

 

Ernährung:

 

Die Spornschildkröte ernährt sich überwiegend vegetarisch. Je nach Saison sind das frische, grüne Triebe von Sukkulenten, Kräutern und Gräsern, in den allermeisten Fällen aber trockene und abgestorbene Pflanzenteile, weil Niederschläge in ihrem Verbreitungsgebiet selten sind und manchmal monate- bis jahrelang ausbleiben können. Zu den bevorzugten Nahrungspflanzen gehören Knopfgras, Dactyloctenium aegypticum, und Finger-, Faden- bzw. Zwerghirse Digitaria sp., Eragrostis sp., außerdem Senna Cassia obtusifolia sowie sukkulente Pflanzen wie TagblumenCommelina benghalensis und Sommer-Portulak Portulaca oleracea. Darüber hinaus werden auch Insekten erbeutet und Aas, Knochen und Kot von Säugetieren gefressen.

Weil ihr nur selten ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, geht die Spornschildkröte sehr sparsam mit Wasser um und scheidet nur äußerst geringe Mengen an Urin aus, an Volumen sogar weniger als die wesentlich kleineren europäischen Landschildkröten.

Quelle: wikipedia

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Eigene Erfahrungen:

 

Beleuchtung:

In Sachen Beleuchtung habe ich in den letzten 9 Jahren Reptilien-Haltung so einiges ausprobiert. Anfangs z.B. die weit verbreitet Powersun 150W sowie auch ähnliche Modelle anderer Marken. Seit dem ich vor 2 Jahren das große Terrarium für unsere Wasseragamen gebaut habe, bin ich von der Bright Sun der Firma Lucky Reptile absolut begeistert. Wenn man z.B. die Powersun 150W und die Bright Sun Desert 150W neben einander aufhängt, sieht man sofort einen riesigen Unterschied. Die Bright Sun ist bei der selben Leistungsaufnahme um ein vielfaches Heller (ca. 67.000 LUX bei 50cm Höhe). Auch was die Wärmestrahlung angeht ist die Bright Sun eindeutig im Vorteil, aktuell hängt bei mir ein solche Lampe bei fast 75cm und erreicht immerhin noch 45°C (Raumtemperatur 26°C).

Für die Grundausleuchtung benutze ich in der Regel Leuchtsoffröhren mit 865er Lichtfarbe und 6400K.

 

Wichtig!!

 

Wenn man über die Haltung von Spornschildkröten nachdenkt sollte man diesen Beitrag im Schildkroetenforum.com unbedingt gesehen haben. Hier kann man einen Eindruck von der Größe der Tiere sowie den enormen Aufwand (auch Finanziell) welcher zu Haltung notwendig ist gewinnen.

 

Aktuell baue ich noch am zukünftigen "Übergangs"-Schildkrötenraum (16m²). Für die spätere Haltung ist entweder der Umbau von einem ~40m² großen Kellerraum oder einem extra Stallanbau am Haus angedacht. Beides hat seine Vor- und Nachteile, aber Grundsätzlich ist ein Raum mit direktem Zugang zum Garten immer die bessere Wahl.

 

 

Anbau und Außengehege:

Ein Freigehege mit entsprechendem beheitztem Frühbeet (Jungtiere) oder Gewächshaus sind zwingend nötig. Ich habe mich hier ersteinmal für ein selbst gebautes Frühbeet mit Kunststoffenstern entschieden, dies hat den Vorteil das ich in zwei Jahren einfach ein Stück anbauen kann. Auch ist die Bauweise aus Holz und Kunstsofffenstern deutlich stabiler bei Sturm und Hagel, hier hatten wir letztes Jahr einiges abbekommen. Grundsätzlich plane ich in den nächsten Jahren nach dem Ausbau des Kellerraumes einen Anbau an unsere Haus. Dieser Anbau soll Massiv ausgeführt werden und auch wegen der Wärmedämmung und zur optimal Helligkeit mit mehreren Terrasentüren (Kunstoff-ISO-Fenster) versehen werden. Hier ist geplant ein Element aus zwei Balkontüren richtung Süden sowie 2 weiter in richtung SW zu verbauen. Das Mauerwerk soll zusätzlich noch von Innen gedämmt werden, um den Wäremverlusst möglichst gering zu halten, sowie Schimmelbildung zu vermeiden. Ein solch gut Isoliertes Schildkrötenhaus ist nötig um im Winter die Temperaturen von 28-30°C gewährleisten zu können. Auch hat ein Anabu den Vorteil das man die Tiere länger draußen lassen kann und die Tiere die Möglichkeit haben nach belieben das Freigehen aufzusuchen. Für das Freigehe selbst muss an eine stabile ein Friedung gedacht werden. Von der Größe empfiehlt es sich mindestens 100m² (besser deutlich mehr) zur Verfügung zu haben!

 

 

Bestand:

Geochelone sulcata 0.0.4

 

Hier sind meine zwei Sporn gerade dabei den Napf zu plündern.
   

Das Futter besteht an diesem Tag aus Heucobs, etwas Löwenzahn, Karotten, Heu sowie einer Mischung aus Radicchio, Eichblattsalat, Römersalat oder auch Endivien. 

Im Hintergrund ist ein Golliwog zu sehen, welcher von den zwei gerne in kürzester Zeit vernichtet wird.

 

   
Meine zwei 600g und 650g schweren Spornschildkröten beim Wärme tanken unter der Powersun 150W.
   

Das aktuell Terrarium ist 165cm x 105cm groß.

Der Bodengrund ist eine Mischung aus Erde und Sand/Lehm so das ein trittfester Bodengrund entsteht, welcher sich aber auch gut Feucht und somit relativ Staubfrei halten lässt.

 

 

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